Nicht jede Erhöhung hinnehmen

VIK: Vorsicht vor undifferenzierter Zahlungsverweigerung

Die Strompreise von Industrie- und Gewerbekunden steigen derzeit ebenso wie die Preise für Privathaushalte. Der Unterschied: Sie unterliegen keiner Genehmigungspflicht. Daher sollten Verweigerungen - die durchaus gerechtfertigt sein können - genau geprüft werden. Hilfe dabei gibt es vom VIK.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (red) - Neben den privaten Haushalten sollen auch zahlreiche Energiekunden aus Industrie und Gewerbe im nächsten Jahr höhere Preise für Strom und Erdgas zahlen. Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) weist in diesem Zusammenhang jedoch darauf hin, dass die Strom- und Erdgasverträge der Industrie- und Gewerbekunden dabei keinerlei staatlicher Genehmigungspflicht unterliegen. Daher sei hier die Eigeninitiative der betroffenen Kunden gefordert, um ungerechtfertigte Preiserhöhungen abzuwehren.

Wie der VIK ausführt, unterscheiden die in den Verträgen häufig enthaltenen Preiserhöhungsklauseln zumeist zwei Fälle: Es seien entweder einseitige Öffnungsklauseln vorhanden, die sich auf die "Änderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen" beziehen oder die Preisentwicklung und die Preishöhe ist an die von Heizöl gekoppelt.

Der VIK bietet allen Betroffenen Hilfe an: Speziell die von den Versorgern vor dem Hintergrund sich ändernder Rahmenbedingungen angekündigten Preiserhöhungen hat der Verband genau untersucht. Hier gebe es Chancen, Preise und Preiserhöhungen als ungerechtfertigt und unzumutbar zurückzuweisen.