Besorgnis erregend

VIK-Strompreisindex weiter gestiegen

Der VIK-Strompreisindex für Mittelspannungskunden in der Industrie dokumentiert auch im September 2003 die weiter steigende und nach VIK-Angaben Besorgnis erregende Preistendenz auf dem Strommarkt. Wie der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) mitteilt, ist erneut ein Anstieg um gut drei Prozentpunkte auf einen Wert von 115,72 zu verzeichnen.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Dieser Anstieg sei allein auf die weiter gestiegenen Großhandelspreise am Terminmarkt für Strom zurückzuführen. Die Netzentgelte blieben im vergangenen Monat auf einem stabilen Niveau. Für die Industrie bedeuteten die seit Monaten permanenten Preissteigerungen auf dem Strommarkt nach Schätzungen des VIK bis zu 1,5 Milliarden Euro Mehrkosten für ihren Stromverbrauch im Jahr 2004.

Die Rekordhitze während der vergangenen Wochen hatte einen starken Einfluss auf den Strommarkt. Mit Normalisierung der Wetterlage seien die Preise am Spotmarkt, an dem kurzfristige Stromlieferungen für den Folgetag gehandelt werden, nun wieder zurückgegangen (Phelix Base: minus 12,8 Prozent im Monatsdurchschnitt gegenüber Juli 2003). Der Terminmarkt allerdings, der langfristig die Energiekosten der Verbraucher und damit die Wirtschaftlichkeit für viele Energie intensiven Industrien bestimme, habe diese Senkung nicht mitgemacht, sondern setze seinen ständigen Aufwärtstrend weiter fort (Preis für eine Grundlastlieferung im Jahr 2004: plus 2,6 Prozent gegenüber Juli 2003).

Der VIK hatte im Juli mit einer Anfrage bei der Börsenaufsicht, dem Börsenrat der Strombörse EEX sowie dem Bundeskartellamt seine Besorgnis über diese Entwicklung ausgedrückt und eine Diskussion über die Hintergründe der drastischen Preissteigerungen angestoßen.

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