30 Prozent Preissteigerung

VIK: Strompreise für Industrie auf Rekordniveau

Laut dem VIK, der Interessenvertretung industrieller Energiekunden, ist Strom so teuer wie noch nie. Der Strompreisindex des Verbandes sei seit April 2007 von 147,57 auf heute 192,54 Punkte gestiegen. Das sind 30 Prozent mehr innerhalb von nur 12 Monaten.

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Essen (red) - Gründe für diese Entwicklung sieht der VIK in der große Marktkonzentration bei den deutschen Stromproduzenten sowie bei dem "fehlenden grenzüberschreitenden Wettbewerb". Auch der CO2-Emissionshandel sei in hohem Maße für den Preisanstieg der letzten Jahre verantwortlich. Laut VIK habe sich die "ursprünglich als besonders kostengünstige Möglichkeit zur CO2-Minderung" eingeführte Handel als "Umverteilungsmaschine" für Milliarden Euro von den Stromkunden zu den Strom­produzenten entpuppt.

Nach Ansicht des Industrieverbandes wäre der CO2-Abbau auch ohne den Zertifikatehandel erreichbar, dazu wolle der Verband auf einer Pressekonferenz in der nächsten Woche einen Vorschlag unterbreiten. Denn wenn "die europäische und deutsche Politik an ihrem Plan zur Versteigerung der CO2-Zertifikate ab 2013" festhalte, werde dies zu weiteren "ganz erheblichen und klimapolitisch erneut völlig unnötigen Strompreissteigerung führen", so die Einschätzung des VIK-Geschäftsführers Dr. Alfred Richmann.