Neuerliche Erhöhungen

VIK: Netzentgelte kurz vor Regulierung auf höchstem Niveau

VIK: "Im Vorfeld der Entscheidung des Bundesrates, ein Vermittlungsverfahren zum Energiewirtschaftsgesetzentwurf einzuleiten, ist es wichtig festzuhalten: Je höher die Netzentgelte bis zum In-Kraft-Treten des Energiewirtschaftsgesetzes steigen, desto länger braucht der Regulator, für ein akzeptables Wettbewerbsniveau zu sorgen."

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Für industrielle und gewerbliche Stromkunden ist die Nutzung der Stromnetze seit Jahresbeginn deutlich teurer geworden. Spitzenreiter sind mit zehn Prozent Erhöhung die RWE Westfalen-Weser-Ems (plus 0,24 Cent pro Kilowattstunde), gefolgt von der LEW mit neun Prozent (plus 0,22 Cent pro Kilowattstunde). Das geht aus einer Untersuchung des Verbands der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hervor.

"Im Vorfeld der Entscheidung des Bundesrates, ein Vermittlungsverfahren zum Energiewirtschaftsgesetzentwurf einzuleiten, ist es wichtig festzuhalten: Je höher die Netzentgelte bis zum In-Kraft-Treten des Energiewirtschaftsgesetzes steigen, desto länger braucht der Regulator, für ein akzeptables Wettbewerbsniveau zu sorgen", teilte der Verband heute mit.

Um die "unbegrenzte Kostenfantasie" der Netzbetreiber einzudämmen, fordert der Geschäftsführer des VIK, Dr. Alfred Richmann, alle seit dem 1. Juli 2004 angehobenen Netzentgelte ganz schnell einer nachträglichen Prüfung durch die Regulierungsbehörde zu unterziehen. Zudem appelliert er den Vermittlungsausschuss, in Gesetz und Verordnungen schlagkräftige Werkzeuge zur Senkung der Netzentgelte zu verankern. Nur eine Regulierungsbehörde mit ausreichenden Gestaltungsfreiheiten und einem klaren Auftrag zur Entwicklung einer Anreizregulierung mit Biss könne die Netzentgelte auf ein angemessenes Niveau senken.