CO2-Minderung

VIK: Klimaziele auch mit kostenlosen CO2-Zertifikaten erreichbar

Der VIK, die Interessenvertretung industrieller Energiekunden, kritisiert die geplante Versteigerung von CO2-Zertifikaten. Die CO2-Auktionierung habe keine CO2-senkende Wirkung und mache den CO2-Handel nur unnötig teuer, was steigende Strompreise zur Folge hätte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Die CO2-Reduktion der Jahre 2013 bis 2020 werde sich schlicht entlang des vorgegebenen CO2-Minderungspfades einstellen, da helfe auch keine CO2-Versteigerung. Nach Berechnungen des VIK werden mit einer Vollversteigerung der CO2-Zertifikate die Kosten des Emissionshandels für alle deutschen Stromkunden fast um das 50-fache steigen.

Der Verband fordert daher weiter die kostenlose Abgabe der CO2-Zertifikate in Höhe spezifischer Benchmarks mit jährlich sinkenden CO2-Mengen, wie vom politisch vorgegebenen Minderungsziel festgelegt. Dann müssten die Unternehmen entweder Effizienzmaßnahmen ergreifen und so CO2 einsparen oder CO2-Zertifikate kaufen, die durch Effizienz­steigerungen anderswo frei werden.

CO2-Zertifikate, die allein wegen sinkender Produktion von Gütern oder Strom nicht benötigt würden, wären dagegen an die ausgebende Stelle zurückzugeben. Dies verhindert Opportunitätskosten, die derzeit die entscheidende Voraussetzung für die Windfall Profits sind. Der VIK-Vorschlag verhindere damit eine solche Einpreisung, trotzdem werde das Klimaschutzziel wegen der Cap-Vorgabe erreicht.