Kritik an Klimapolitik

VIK: Klimaschutz und Marktmacht lassen Strompreise steigen

Der VIK kritisiert die Marktmacht der großen Stromkonzerne, die es den Unternehmen ermöglicht, die ohnehin zu hohen Preise weiter zu erhöhen. Zudem ist der Verband der Meinung, die Klimaschutzpolitik der Regierung treibe die Energiepreise weiter nach oben.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Laut dem VIK, der Interessenvertretung großer industrieller und gewerblicher Energiekunden, unterstreiche die Erhöhung der ohnehin "viel zu hohen Preise" die "überwältigend große Marktmacht der Energiekonzerne". Diese würden nicht freiwillig von ihrem Niveau herunter gehen und ein Marktgeschehen, bei dem Konkurrenten etwas dagegen ausrichten könnten, gebe es kaum.

Weiter kritisiert der Verband die Politik. Die Klimapolitik der Bundesregierung würde nun auch bei den Haushalten ankommen, denn die großen Energiekunden würden schon länger erhöhte Preise zur Stützung der "nicht wettbewerbsfähigen" erneuerbaren Energien zahlen.

Dem Verband zufolge seien die Strompreise mit der Einführung des Emissionshandels explodiert. Wenn die von der Bundesregierung geplanten CO2-Minderungsziele umgesetzt werden, werden die Strompreise künftig noch viel stärker steigen, prophezeit der VIK. So seien für die Windanlagen auf Nord- und Ostsee Einspeisevergütungen zwischen 110 und 150 Euro pro Megawattstunde vorgesehen. Der derzeitige Strompreis im Großhandel liege bei rund 55 Euro pro Megawattstunde.