Statistik

VIK-Index: Strompreise steigen weiterhin rasant

Mit Wettbewerb um Kunden und Marktanteile habe das nichts mehr zu tun, kommentiert der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) den monatlich von ihm erstellten Strompreisindex. Er sei den dritten Monat in Folge rasant gestiegen, diesmal um 3,3 Prozent.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Essen (red) - Im dritten Monat in Folge ist der VIK-Strompreisindex stark gestiegen - diesmal um 3,3 Prozent. Allein der für den Strompreis von Industrie und Gewerbe richtungweisende Jahresbaseloadpreis an der Leipziger Strombörse EEX hat sich laut VIK seit Anfang Dezember 2005 um über 30 Prozent von 44,16 auf 57,60 Euro pro Megawattstunde erhöht. "Das hat mit Wettbewerb um Kunden und Marktanteile nichts zu tun", kommentierte der Verband.

Der Verband bemängelt dabei insbesondere, dass es zu wenig unabhängige in- und ausländische Stromanbieter gibt. "Wichtige Grenzkuppelstellen für transnationale Stromtransporte sind unterdimensioniert und ineffizient genutzt. Jedes ausländische Wettbewerbsangebot wird unwirtschaftlich, da die knappe Grenzübergabekapazität von ihren Besitzern teuer versteigert wird", erläutert VIK-Geschäftsführer Dr. Alfred Richmann.

Er hofft auf Verbesserung durch die Auswirkungen des neuen Energiewirtschaftsrechts und die beginnende Regulierung gekoppelt mit einer besseren grenzübergreifenden Vernetzung. "Dazu bedarf es jedoch deutlichen Rückenwinds der Politik. Eine Chance für klare Worte und für den notwendigen politischen Druck bietet der kommende Energiegipfel bei Bundeskanzlerin Merkel", so Richmann weiter.

Weiterführende Links
  • Der VIK-Strompreisindes als pdf-Dokument - hier klicken