Standpunkt

VIK gegen regeneratives Wärmegesetz

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hält nicht viel vom geplanten regenerativen Wärmegesetz. Dadurch würde ein weiterer unnötiger zweistelliger Milliarden-Euro-Betrag aus den Taschen der Energiekunden gezogen, teilte der Verband heute mit.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Allein das Belastungsvolumen der Energiekunden läge anfänglich schon bei einer halben bis einer Milliarde Euro jährlich, seine prognostizierte Spitze im Jahr 2015 dagegen werde vom Umweltministerium gar nicht erst bekannt gegeben, hieß es. Bei der völlig unzulänglichen Folgenabschätzung werde insbesondere die Situation der energieintensiven Industrie völlig vernachlässigt.

Dabei sei das Wärmegesetz nur die Spitze des Eisberges. Denn regenerative Wärmeerzeugung allein reiche nicht. Da die Netze zur Wärmeverteilung fehlten, müsse auch deren Auf- und Ausbau gefördert werden. Angesichts der bekannt hohen Kapitalkosten von Nah- und Fernwärmenetzen kämen zu den Subventionen für die Erzeugung der Wärme noch weitere Milliarden jährlich für die Netze. Das sei ein falsches Zeichen für mehr Wettbewerb.