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VIK fordert Zusammenlegung der Stromnetze

Die Aufteilung Deutschlands in vier Stromregelzonen ist unnötig und teuer, meint der VIK, die Interessenvertretung industrieller und gewerblicher Stromkunden. So beurteile auch E.ON-Chef Bernotat die Situation. Daher fordert der Verband die Zusammenlegung der Stromnetze zu einer Regelzone.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Essen (red) - Die Zusammenlegung der Stromnetze würde die Versorgungssicherheit bei erheblich niedrigeren Kosten ermöglichen, so der Verband. Kraftwerke, die heute für Sicherungszwecke auf den vier Regelmärkten "herumstehen", würden frei, um aktiv das Stromangebot zu erhöhen und so für mehr Wettbewerb zu sorgen.

Vor diesem Hintergrund fordert der VIK nun zügiges Handeln. Netzbetreiber, Politik und Bundesnetzagentur seien gefordert, die Ära der vier Regelzonen zu beenden. Neben den genannten Synergieeffekten könnte mit nur einer Regelzone der sich abzeichnenden Stromkapazitätslücke, wie sie jüngst noch einmal von der Deutschen Energieagentur (dena) ermittelt wurde, ein Stück entgegen gewirkt werden.

Weniger Netzgebiete auch im Gas-Bereich

Was für Strom gilt, gilt im Übrigen auch für Gas, so der VIK. "Angesichts der Äußerungen von Bernotat zum Stromnetz sollte die Zahl der Gas-Marktgebiete drastischer gesenkt werden als bisher angedacht", fordert der Verband und spricht sich dafür aus, die Gesamtzahl der deutschen Gas-Netzgebiete noch 2008 auf zwei abzusenken, nämlich ein H-Gas- und ein L-Gasgebiet. Derzeit liegt die Zahl der Marktgebiete noch bei 14 und soll im Oktober 2008 auf acht abgesenkt werden.