Hürden beseitigen

VIK fordert Nachbesserungen an KWK-Novelle

Vor dem Hintergrund der Anhörung zur Novelle des KWK-Gesetzes vor dem Wirtschaftsausschuss des Bundestages am kommenden Montag fordert der VIK, Interessenvertretung industrieller und gewerblicher Energiekunden, den Entwurf in entscheidenden Punkten zu verbessern.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Die Hürden für eine wirksame Förderung der umweltfreundlichen KWK seien im aktuellen Gesetzesentwurf viel zu hoch und benachteiligen immer noch die besonders effiziente KWK in Industrie und Gewerbe gegenüber KWK-Anlagen von Versorgungsunternehmen, so der Verband.

Der VIK kritisiert insbesondere, dass nach dem aktuellen Entwurf KWK-Projekte nur gefördert werden sollen, wenn die Investitionssumme bei über 50 Prozent der gesamten Anlagenneukosten liegt. Dies führe de facto zum Ausschluss der Förderung industrieller KWK-Anlagen, da auch noch so sinnvolle und dabei teure Verbesserungen nur selten über 50 Prozent der Neukosten der gesamten KWK-Anlage ausmachen würden.

Weiter kritisiert der Interessenverband, dass die Fördersätze für KWK-Anlagen der Industrie niedriger als die für KWK-Anlagen der Versorger liegen. Zudem seien die Förderbedingungen nicht planungssicher, da ursprünglich zugesagte Fördersummen aufgehoben oder reduziert werden können. Der VIK fordert, nicht verwendete Fördergelder der Anfangsjahre auf die Folgejahre übertragen zu könne, um damit das Gesamtfördervolumen nutzbar zu machen.