Gegen Versteigerung

VIK: EU-Pläne zum CO2-Handel kosten Industrie 17 Milliarden Euro

Die EU-Pläne zur Versteigerung von CO2-Zertifikaten würden die deutsche Industrie von 2013 bis 2020 rund 17 Milliarden Euro kosten, so die Schätzung des VIK, der Interessenvertretung industrieller und gewerblicher Energiekunden, der sich gegen die Pläne ausspricht.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Die Pläne der EU-Kommission sehen von 2013 bis 2020 eine gestuft zunehmende Versteigerung der CO2-Emissionsrechte vor, die bis dahin noch unentgeltlich an Energiekunden aus Industrie und Gewerbe verteilt wurden.

"Allein eine 20-prozentige Minderung der CO2-Emissionen im Jahr 2020 gegenüber 2012 wird die deutschen Industrie rund 1 Milliarde Euro kosten. Dazu kommen noch die durch die Einpreisung der CO2-Emissionskosten seitens der Stromunternehmen weiter steigenden Strompreise", so der Verband. Dabei seien gerade deutsche und auch viele europäische Industrieanlagen unter Klimaaspekten im globalen Vergleich eher vorbildlich.

Der VIK fordert die deutsche Politik auf, sich mit Nachdruck bei der EU-Kommission gegen deren Pläne einzusetzen.