Berechnungen

VIK: EU-Klimapaket lässt Strompreise um 25 Prozent steigen

Die deutschen Strompreise werden um mindestens 25 Prozent steigen, wenn das EU-Klimapaket eins zu eins umgesetzt wird, so der VIK. Die EU-Kommission selbst spricht nur von 10 bis 15 Prozent Strompreiserhöhung, was der Verband als "Schönrechnen" kritisiert.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Das "Klein- und Schönrechnen" der zusätzlichen Belastungen der EU-Bürger durch die EU-Kommission lehnt der VIK, die Interessenvertretung industrieller Energiekunden, ab. Die europäische und deutsche Politik sollte den Bürgern vielmehr transparent machen, was tatsächlich auf sie zukommt, wenn die aktuellen umweltpolitischen Vorhaben umgesetzt werden - mit allen Vor- und auch Nachteilen.

Die derzeitige EU-Politik gefährde Arbeitsplätze gerade in Deutschland, da es hier im EU-Vergleich eine große Zahl an Industrieunternehmen mit entsprechendem Energiebedarf gibt. "Industrie ohne Energiebedarf ist eine Illusion", so VIK-Geschäftsführer Dr. Alfred Richmann. Dennoch sei die Umweltbelastung durch deutsche Unternehmen unter Berücksichtigung der dort bestehenden Arbeitsplätze und deren Bedeutung für Deutschland im internationalen Vergleich klein.

Ein abgewandertes Zement-, Stahl- oder Aluminiumwerk helfe der Umwelt nicht, die Belastungen erfolgten dann nur anderswo. Es schade aber dem Produktionsstandort und führe zu Arbeitslosigkeit in Deutschland. Und verschwänden erst einmal die Kernindustrien, seien auch recht bald deren Zulieferer und Weiterverarbeiter mit Millionen Arbeitsplätzen akut gefährdet.