Höhere Strompreise

VIK: Emissionshandel kostet 84 Milliarden Euro

Die Pläne der EU-Kommission für den Emissionshandel könnten teuer werden. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf den VIK berichtet, würden allein die für die Stromproduktion notwendign Zertifikate 66 Miliarden Euro kosten, was die deutschen Strompreise entsprechend erhöhen werde.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (ddp/sm) - Energiewirtschaft und energieintensive Industrie müssten sich in der dritten Emissionshandelsperiode auf Kosten in Höhe von 84 Milliarden Euro einstellen, wovon 66 Milliarden Euro auf die Stromproduktion entfielen.

Das gehe aus Berechnungen des Verbandes VIK hervor, in dem für 80 Prozent der Unternehmen zusammengeschlossen seien, die in Deutschland industriell Energie einsetzen, schrieb die Zeitung. Die Unternehmen sähen Millionen Arbeitsplätze in Gefahr. Auch die Stromrechnungen der Privathaushalte würden sich erheblich erhöhen.

"Es scheint sich im Moment noch nicht herumgesprochen zu haben, welche enormen Kosten auf Wirtschaft und Privathaushalte zukommen", sagte VIK-Geschäftsführer Alfred Richmann. "Besonders ärgerlich ist dabei, dass der Versteigerungsaufwand beim Emissionshandel in keinem vernünftigen Verhältnis zum Nutzen für das Klima steht." Selbst solche Unternehmen, die alle Verpflichtungen zur Reduzierung von Treibhausgasen erfüllten und damit ihren Beitrag zum Klimaschutz leisteten, müssten Zertifikate kaufen und somit enorme Geldbeträge aufbringen. Die Versteigerung der Emissionszertifikate werde zu einer Strafsteuer auf erlaubte Emissionen, so der VIK abschließend.