Folgenschwer

Vier Tote bei Unfall in japanischem Atomkraftwerk

Durch einen Unfall in einem Reaktor-Turbinengebäude des Mihama-Kraftwerks in der Provinz Fukui (320 Kilometer nordwestlich von Tokio) wurden vier Arbeiter getötet und sieben weitere zum Teil schwer verletzt. Sie zogen sich schwerste Verbrennungen zu, als sie von einem 270 Grad heißen Dampfstrahl getroffen wurden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Tokio (red) - Im japanischen Atomkraftwerk Mihama, 320 Kilometer nordwestlich von Tokio, hat sich am Wochenende ein folgenschwerer Unfall ereignet: Aufgrund fehlenden Kühlwassers waren elf Arbeiter von einem 270 Grad heißen Dampfstrahl erfasst worden. Vier Arbeiter erlagen später ihren schweren Verbrennungen, sieben weitere wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt.

Wie Betreiber Kansai Electric Power mitteilte, sei der betroffene Teil des Reaktors automatisch abgestellt worden. Die Anlage in Mihama wurde 1976 in Betrieb genommen, zwei weitere Reaktoren arbeiteten dort normal weiter. Glück im Unglück: Der Dampf war nicht radioaktiv und ist nur im Innern des Gebäudes ausgetreten.

Bereits vor fünf Jahren hatte es in Japan einen schweren Atomunfall gegeben, bei dem zwei Arbeiter getötet und hunderte Menschen betroffen waren, als Strahlung aus einem Leck austrat. In Japan wird knapp ein Drittel des Energiebedarfs mit Strom aus Kernkraftwerken gedeckt.