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Vier neue Biogas-Anlagen in Nordrhein-Westfalen

Der Strom für rund 6.000 Familien wird demnächst aus Gülle und nachwachenden Rohstoffen erzeugt: Die biogasNRW GmbH, ein gemeinsames Tochterunternehmen der Stadtwerke Düsseldorf AG und der agri.capital GmbH aus Greven errichtet zurzeit vier Biogas-Anlagen.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - "Im westfälischen Delbrück wird die umweltfreundliche Strom und Wärmegewinnung noch im November starten. Zwei weitere Anlagen werden im Frühjahr 2007 in der Gemeinde Schöppingen im westlichen Münsterland in Betrieb gehen – die vierte im niederrheinischen Brüggen", sagte Markus F. Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Düsseldorf. Er kündigte an: "Weitere Anlagen stehen vor der Genehmigung. Bis Ende nächsten Jahres möchten wir sechs weitere Biogaskraftwerke in Betrieb nehmen."

"Die Landwirte bewirtschaften als unsere Partner die Anlage mit Rohstoffen und werden an den Einnahmen für den erzeugten Strom beteiligt“, erläutert Bernd Hugenroth, Geschäftsführer der agri.capital GmbH, die Zusammenarbeit mit den Landwirten. "Das Besondere an dem Modell der biogasnrw ist, dass der Landwirt kein wirtschaftliches Risiko trägt. Neben der ‚zweiten Ernte’ in Form von Strom verdient er am gesicherten Absatz seiner Produkte", so Hugenroth weiter.

In den Anlagen von biogasNRW entsteht durch Vergärung organischer Stoffe wie Rinder- oder Schweinegülle sowie Mais oder Roggen unter Sauerstoffentzug Biogas. Dieses brennbare Gasgemisch wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt. Die standardisierten Motoren leisten jeweils rund 500 Kilowatt. "Pro Jahr können sie rund 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Diese Menge reicht im Durchschnitt aus, um 1.500 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom zu versorgen", rechnet Hugenroth vor.

Neben dem ökologischen Brennstoff trägt auch die hohe Effizienz der Blockheizkraftwerke zur Umweltschonung bei: "Die bei der Stromproduktion entstehende Abwärme wird ebenfalls genutzt: In Brüggen zur Beheizung einer Gärtnerei, in Delbrück zur Beheizung von Stallungen und in Schöppingen sind mehrere Industrieunternehmen als Abnehmer vorgesehen", so Hugenroth.

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