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16.04.2012, 10:21 Uhr

Strom-News

Japan

Vier Fukushima-Reaktoren offiziell außer Dienst

Im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima werden am Freitag vier der sechs Reaktoren offiziell außer Dienst gestellt. Damit sinkt die Zahl der japanischen Reaktoren von 54 auf 50. Anfang Mai wird das Land komplett auf Atomstrom verzichten müssen, wenn der einzig verbliebene aktive Reaktor gewartet wird.

Fukushima

Tokio (AFP/red) - Wie die Betreiberfirma Tepco am Montag mitteilte, werden die am schwersten beschädigten Reaktoren 1 bis 4 aus der Liste ihrer Anlagen gestrichen. Die Reaktoren 5 und 6, die bei dem Erdbeben in Fukushima und dem anschließenden Tsunami am 11. März 2011 weniger stark beschädigt worden waren, bleiben vorerst gelistet, werden jedoch später ebenfalls außer Dienst gestellt.

Bald ist Japan komplett ohne Atomstrom

Mit der Entscheidung sinkt die Zahl der Atomreaktoren in Japan von 54 auf 50. Derzeit ist nur noch ein Reaktor auf der nördlichen Insel Hokkaido in Betrieb. Wenn dieser am 6. Mai zu Wartungsarbeiten abgeschaltet wird, muss Japan ganz ohne Atomstrom auskommen. Grund für die meisten Abschaltungen sind die Anpassung der Anlagen an die verschärften Sicherheitsvorkehrungen. Diese wurden infolge der Naturkatastrophe, die zum Ausfall der Kühlsysteme und zum Schmelzen der Brennstäbe in mehreren der Fukushima-Reaktoren führte, deutlich erhöht.

Atomkraft seit dem Unglück sehr umstritten

Die Atomkraft ist seit dem Unglück extrem umstritten. Andererseits befürchtet die Regierung Stromengpässe, vor allem durch den intensiven Betrieb von Klimaanlagen im Sommer. Die Umweltorganisation Greenpeace vertrat jedoch die Ansicht, es werde keine Engpässe geben, selbst wenn alle Atomkraftwerke abgeschaltet seien.

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