Umfrage

Vertrauen in Vorauskasse-Tarife ist geschwunden

Nach der Teldafax-Pleite würden sich nur noch sechs Prozent der Bevölkerung für Vorauskasse-Tarife entscheiden, das zeigt eine repräsentative Umfrage kurz vor dem Jahreswechsel. Gefragt wurde auch nach den Gründen, warum manche noch nie ihren Anbieter gewechselt haben.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Berlin (red) - Nur noch sechs Prozent der Deutschen würden sich heute bei Strom und Gas für ein Tarifmodell entscheiden, bei dem Vorauskasse gezahlt werden muss. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Energieanbieters lekker Energie. Nach der Insolvenz des Stromanbieters Teldafax sagten 91 Prozent der 2.000 bundesweit Befragten, kein Interesse mehr an einem solchen Tarif zu haben. Drei Prozent gaben sich unentschlossen.

Skepsis ist im Osten besonders groß

Das Meinungsforschungsinstitut forsa hatte zwischen Ende November und Mitte Dezember im Auftrag der lekker Energie GmbH Verbraucher in den größten Metropolen des Landes befragt. Die Ergebnisse sind durchweg vergleichbar. Bemerkenswert ist aber, dass vor allem im Osten der Republik Vorauskasse-Tarife abgelehnt werden. In Leipzig, Halle und Dresden sind es nur drei Prozent, die sich für einen solchen Tarif entscheiden würden - so wenig wie nirgendwo sonst.

Wer den Stromanbieter schon gewechselt hat

Befragt wurden die 2.000 Teilnehmer der Umfrage auch zum Wechsel des Energieanbieters. Demnach haben vier von zehn Deutschen, die in einer Metropole zu Hause sind, seit 1998 den Stromanbieter schon einmal gewechselt. Besonders hoch ist die Wechselquote in Berlin (56 Prozent) und Hamburg (49 Prozent). Am geringsten ist sie dagegen in Hannover (23 Prozent). Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist der Anteil derjenigen gestiegen, die schon einmal einen Tarifwechsel bei ihrem angestammten Energieanbieter vorgenommen haben. Waren es im Dezember 2010 noch 39 Prozent. So gaben im Dezember 2011 bereits 44 Prozent der Befragten an, schon einmal den Tarif gewechselt zu haben. Hauptgründe, den Energieanbieter nicht zu wechseln, sind den Angaben zufolge "Kein Interesse" (34 Prozent) und "Wechsel bietet zu wenig Vorteile" (24 Prozent).

Stromrechner mit eigenen Einstellungen füttern

Wer das Sparpotenzial am eigenen Wohnort erkunden will, kann mit nur zwei Angaben unseren Stromrechner füttern - mit dem zu erwartenden Verbrauch in Kilowattstunden und mit der eigenen Postleitzahl. Angebote mit Vorauskasse sind per Voreinstellung deaktiviert, man kann sie jedoch auf Wunsch mit hinzunehmen.