Eine Million Euro

Vertrag über Stahlrohrlieferung für Ostseepipeline unterzeichnet

Die mit dem Bau der deutsch-russischen Ostseepipeline beauftragte Nord Stream AG hat am Donnerstag mit der Europipe GmbH in Mülheim an der Ruhr einen Vertrag zur Lieferung von 860.000 Tonnen Stahlrohren unterzeichnet. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf mehr als eine Milliarde Euro.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Zug (ddp-nrd/sm) - Demnach werde das deutsche Unternehmen etwa 75 Prozent der Rohre für den erstn Strang der 1200 Kilometer langen Leitung bereitstellen, sagte Nordstream-Sprecher Jens Müller in Zug (Schweiz). Ein Viertel der benötigten Leitungen werde das russische Röhrenwerk OMK in Wyksa liefern. Für den zweiten Strang sei eine weitere weltweite Ausschreibung des Auftrages geplant.

Das Auftragsvolumen beläuft sich auf mehr als eine Milliarde Euro. Für Europipe sei dies der bislang größte Auftrag in der Firmengeschichte, sagte Müller. Profitieren werde auch die Deutsche Bahn AG, die für die Fertigungszeit etwa 380 Spezialwaggons in den Rundlauf versetzen werde. Neben den Transporten nach Sassnitz-Mukran auf der Insel Rügen müssten auch Rohrsegmente zur weiteren Seeverschiffung nach Bremen gebracht werden. Insgesamt müssen bis zum Baubeginn der ersten Gasleitung im Jahre 2009 mehr als 400 Kilometer Rohrleitungen zu den ausgewiesene Logistikstandorten transportiert und dort für die Verlegung vorbereitet werden.

Die Aufträge für die Betonummantelung und Logistik würden noch in diesem Jahr ausgeschrieben, sagte der Sprecher. Das Auftragsvolumen werde sich "mindestens im zweistelligen Millionenbereich" bewegen. So könnten zum Beispiel im Hafen Sassnitz/Mukran auf der Insel Rügen über 200 Arbeitsplätze entstehen.

Der Auftrag für die Verlegung der Pipeline soll voraussichtlich im Februar 2008 vergeben werden. Darüber werde derzeit mit der italienischen Firma Saipem verhandelt, die in Großbritannien über eine entsprechende Flotte von Verlegeschiffen verfüge, sagte der Sprecher.