800 Megawatt

Vertrag für Steinkohlekraftwerk in Wilhelmshaven unterzeichnet

Die Electrabel Deutschland GmbH baut ein Steinkohlekraftwerk im niedersächsischen Wilhelmshaven. Den entsprechenden Partnerschaftsvertrag hätten der Electrabel-Vorstandsvorsitzende Erik von Scholz und Wilhelmshavens Oberbürgermeister Eberhard Menzel (SPD) unterzeichnet, teilte das Unternehmen mit.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Wilhelmshaven (ddp-nrd/sm) - Die Anlage mit einem Investitionsvolumen von einer Milliarde Euro und einer elektrischen Leistung von 800 Megawatt wird demnach ab 2008 am Rüstersieler Groden errichtet. Nach vierjähriger Bauzeit solle das Kraftwerk im Jahr 2012 in Betrieb genommen werden.

Laut Electrabel wurden die vollständigen Unterlagen für das Genehmigungsverfahren beim Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg eingereicht. Nach der Inbetriebnahme sollten rund 110 Mitarbeiter im Kraftwerk beschäftigt werden. Weitere 190 Arbeitsplätze würden erfahrungsgemäß bei Zulieferern und in der Konsumgüterbranche entstehen. Zudem bereitet das Unternehmen nach eigenen Angaben den Bau eines zweiten Kraftwerks in ähnlicher Größenordnung in Norddeutschland vor. Dieses Kraftwerk solle bis Ende 2012 entweder in Brunsbüttel oder in Stade entstehen.

Wie das Unternehmen ausführte, handelt es sich bei dem Steinkohlekraftwerk in Wilhelmshaven um eine Anlage mit dem höchsten derzeit möglichen Wirkungsgrad von 46 Prozent. Im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken könnten rund 900.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart und dadurch weniger effiziente Anlagen ersetzt werden. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) begrüßte die Standortentscheidung. Mit der Erhöhung des Wirkungsgrades und dem Einsatz neuer Werkstoffe werde bezüglich der Effizienz und Umweltverträglichkeit ein Sprung in der Kraftwerkstechnik erreicht.