Trotz gesunkener Kosten

Versorger wollen Strompreise nicht senken

Die Mehrheit der deutschen Stromversorger will ihre Preise dieses Jahr einer Umfrage zufolge nicht senken. Auch wenn die Beschaffungskosten für die Unternehmen zuletzt gefallen sind, erwäge nur ein Bruchteil der befragten Unternehmen, die Strompreise in den kommenden Monaten zu senken.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (afp/red) - Fast 60 Prozent der befragten Unternehmen rechneten mit unveränderten Stromtarifen, ein Drittel erwarte weiter steigende Preise, zitierte die "Financial Times Deutschland" am Mittwoch aus einer Studie in Zusammenarbeit mit der Personalberatung Russell Reynolds Associates.

Demnach erwägt nur ein Bruchteil der befragten Versorger Preissenkungen. Dies stehe im Gegensatz zu den sinkenden Beschaffungskosten für Energierohstoffe. So seit etwa der Preis für Kraftwerkskohle nach Daten des Hamburger Energieinformationsdienstes EID zuletzt um 26 Prozent gefallen. Auch andere Rohstoffe wie Erdgas haben sich deutlich verbilligt.

Die "FTD" und die Personalberatung befragten nach eigenen Angaben 37 Versorger aller Größen vom Stadtwerk bis zum Verbundkonzern. An der Umfrage nahmen demnach auch die größten deutschen Versorger E.ON, RWE und EnBW teil.

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