Sachsen

Versorger halten Windräder wegen Netzüberlastung an

Die beiden sächsischen Regionalstromversorger Envia-M und Enso stoppten im vergangenen Jahr fast doppelt so oft wie noch 2011 Windkraft- und Solaranlagen, zumeist auf Bitten des Netzbetreibers. Damit solle die Stabilität der Stromnetze gesichert werden, berichtet die Sächsische Zeitung in ihrer Ausgabe vom Freitag.

Solarzellen© nt / Fotolia.com

Dresden (dapd/red) - Envia-M mit Sitz in Chemnitz hatte im vergangenem Jahr in 97 Fällen Windräder angehalten und Solaranlagen vom Netz getrennt, um so eine Überlastung zu vermeiden. Im Jahr zuvor seien es nur 51 Anlagenstopps im Gebiet des Unternehmens gewesen, das Teile der Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg und Thüringen versorgt.

Auf Bitten des Netzbetreibers

Im Versorgungsgebiet der Enso um Dresden und in der Oberlausitz seien nach Auskunft einer Sprecherin einige Male Windanlagen gestoppt worden. Meist sei dies auf Bitten des übergeordneten Netzbetreibers 50 Hertz geschehen, der für die Hochspannungsleitungen zuständig ist. Im Gebiet der Enso sei nach Firmenangaben vor allem das östliche Netz "kaum noch aufnahmefähig" für neue Ökostromanlagen, sagte die Sprecherin der "Sächsischen Zeitung". An neuen Leitungen werde aber gearbeitet.