Nebenkosten

Vermieter müssen Hauswartkosten aufschlüsseln

In der Betriebskostenabrechnung müssen einzelne Posten genau aufgeschlüsselt werden. In einem Fall in Berlin wurde eine Klage von Vermietern abgewiesen, die mit den Angaben zur Hauswarttätigkeit ungenau gewesen sind. Die Mieter beanstandeten die Rechnung zunächst, weil ihnen die Existenz eines Hausmeisters gar nicht bekannt gewesen war.

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Berlin (dpa/tmn/red) - Hauswartkosten müssen in der Betriebskostenabrechnung aufgeschlüsselt werden. Zwar ist ein pauschaler Vorwegabzug der entsprechenden Ausgaben möglich, befand das Amtsgericht Berlin-Köpenick (Az.: 3 C 124/14). Führt ein Hauswart aber zum Beispiel auch Verwaltungsaufgaben durch, muss aus der Abrechnung hervorgehen, welchen Anteil diese nicht umlegbaren Aufgaben ausmachen, berichtet die Zeitschrift "Das Grundeigentum" (Heft 2/2015) des Eigentümerverbandes Haus & Grund Berlin.

Rechnung für einen nicht vorhandenen Hauswart?

In dem verhandelten Fall hatte ein Vermieter eine Nachforderung in der Betriebskostenabrechnung geltend gemacht. Unter anderem waren gestiegene Hauswartkosten der Grund. Die Mieter zahlten die Forderung, verlangten jedoch später den Betrag zurück. Die Begründung: Ein Hauswart sei in ihrem Haus nicht tätig. Die Vermieter wollten das nicht akzeptieren und zogen vor Gericht.

Hausmeister war nicht zu erkennen

Ohne Erfolg: Die Kosten der Hauswarttätigkeit seien nicht ordnungsgemäß abgerechnet worden, befanden die Richter. Zwar sei alle 14 Tage ein Hausmeister in dem Objekt. Dieser führe aber auch Verwalter- und Reparaturarbeiten durch. In der Betriebskostenabrechnung sei das aber nicht angegeben. Außerdem habe sich der Mann den Mietern gegenüber nie als Hausmeister zu erkennen gegeben. Auch sei er nicht als solcher über einen Aushang im Treppenhaus erkennbar gewesen.