Netzausbau

Verlegung unterirdischer Stromtrassen wurde vereinfacht

Das Land Niedersachsen hat sich mit seiner Forderung nach Erdverkabelungen für sensible Bereiche entlang neuer Energietrassen durchgesetzt. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag eine entsprechende Änderung des Energieleitungsausbaugesetzes (EnLAG).

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Hannover (dapd/red) - Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) wertete die Entscheidung als "großen Erfolg". Die Initiativen und Vorschläge Niedersachsens für Nachbesserungen des EnLAG seien "konstruktiv angenommen" und "zügig umgesetzt" worden, teilte er in Hannover mit.

Vor allem in Südniedersachsen regt sich derzeit heftiger Protest gegen den Netzausbau und die geplanten Hochspannungstrassen von Nord nach Süd. Diese sollen insbesondere dazu dienen, den Strom von den Meeres-Windanlagen in die Fläche zu bringen. Mit der bisherigen Regelung war die Erdverkabelung nur als "Kann-Möglichkeit" vorgegeben und die Netzbetreiber machten kaum Gebrauch davon.

Nun aber können die Genehmigungsbehörden eine Erdverkabelung in sensiblen Bereichen anordnen. Weil die durch den Netzausbau entstehenden Mehrkosten auf alle Stromkunden umgelegt werden, hatte sich vor der Entscheidung insbesondere in der CSU Widerstand geregt. Bayerische Stromkunden sollten nicht für die Erdverkabelung in Norddeutschland zahlen, hieß es. Niedersachsen verwies aber darauf, dass die Süddeutschen als Empfänger des Stroms auch Nutznießer seien.

Der Bundesrat muss nun noch den Änderungen des EnLAG zustimmen.