Zusammenfassung der Daten

Verivox-Stromstudie: Faire Spielregeln und mehr Transparenz

Verivox und Kirschbaum Consulting haben in einer aktuellen Stromstudie Tarifdaten von über 800 Versorgern, insgesamt knapp 7500 verschiedene Tarife, tatsächliches Verbraucherverhalten aus über zwei Millionen Online-Kontakten und konkrete Kosten für die Nutzung der Verteilnetze zusammengefasst.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Heidelberg (red) - Mit der ersten Studie über den deutschen Strommarkt von Verivox und Kirschbaum Consulting soll endlich Transparenz in einen bislang undurchschaubaren Markt gebracht werden. Angebot und Nachfrage wurden auf der Basis von umfangreichem Datenmaterial aufbereitet und analysiert.

Für über 800 Anbieter und Verteilnetzbetreiber werden Allgemeine Tarife, günstige Alternativen und die Nutzungsentgelte ausgewertet. "Mit dieser Studie wollen wir die Entwicklung der bisherigen Liberalisierung, den Status Quo und die Grundlagen für zukünftige Einschätzungen liefern", erläutert Peter Floyd Reese, Marketingchef der Heidelberger Verivox GmbH. Enttäuschendes Fazit der umfangreichen Studie: In weiten Teilen Deutschlands gibt es keinen fairen und transparenten Wettbewerb.

Die Strom-Branche sei zwar in Bewegung, es hätte aber bislang keine verlässlichen Daten gegeben, begründen die Herausgeber ihr Engagement. Dabei geht die "Stromstudie" nicht nur auf die Anbieter ein, sondern analysiert auch sehr genau das Kundenverhalten. "Wir waren überrascht von dem wechselwilligen Prototypen", gestehen die Branchenkenner von Verivox. "Erwartet haben wir den smarten jungen Internet affinen Single, aber nach genauer Analyse sind Familien die größte Wechselgruppe." Deutlich werde dabei, dass wirtschaftliche Gründe nach wie vor der Hauptgrund für den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter sind. Vier von fünf Verbrauchern wechseln vor allem wegen der Preisvorteile.

Auch an Kritik sparen die Verfasser nicht: "Natürlich haben viele Anbieter alle Hände voll zu tun, die Auflagen der EU für mehr Wettbewerb fristgerecht umzusetzen. Trotzdem haben nicht wenige Anbieter ihre Phantasie darauf verwendet, wie defensive Netzentgelte definiert und Wechselvorgänge behindert werden können, statt für die kundengerechte Entwicklung von Produkt und Service", fasst Jörg von Kirschbaum zusammen.

Die Studie mit ausführlichem Daten- und Kartenmaterial kostet 3500 Euro.