Eigenstrom

Vergütung für Solaranlagen-Strom bleibt gleich

Die Vergütungssätze für eine Solarstrom-Anlage bis zu zehn Kilowatt installierter Leistung bleiben auch für die kommenden drei Monate unverändert. Und auch die Investitionskosten sind noch einmal gesunken, so die Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-Württemberg.

Photovoltaik Vergleich© Sébastien SALORT / Fotolai.com

Stuttgard (red) - Die Vergütungssätze für den Teil des Solarstroms, der in das Netz eingespeist wird, sind zum 1. Januar zum zweiten Mal in Folge nicht mehr gesunken. Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2016 bleibt die Förderung für neue Hausdachanlagen bis 10 Kilowatt installierter Leistung mit 12,31 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gleich hoch – bis September 2015 war der für 20 Jahre garantierte Satz monatlich gesunken. Die jeweils gültige Vergütung wird quartalsweise von der Bundesnetzagentur veröffentlicht und richtet sich nach dem gesetzlich festgelegten Zubaukorridor und den Neuinstallationen über einen gewissen Zeitraum hinweg.

Bessere Renditeaussichten für Solaranlagen

Die Finanzierung einer Solarstrom-Anlage wird in diesem Jahr sogar noch lukrativer, berichtet die Branchenvereinigung Solar Cluster Baden-Württemberg. Die Renditeaussichten für Neuanlagen seien besser geworden, weil die Investitionskosten in den letzten zwei Jahren um bis zu zehn Prozent gesunken seien. Den geringeren Investitionskosten stünden zudem höhere Einnahmen gegenüber: Den in der eigenen Anlage produzierten Sonnenstrom selbst zu verbrauchen, könne aufgrund des im Januar gestiegenen Strompreises lohnender sein. Der Haushaltsstrompreis liege derzeit netto bei rund 25,5 Cent pro Kilowattstunde, die Kosten für den Photovoltaikstrom vom eigenen Dach seien inzwischen auf elf bis 13 Cent pro kWh gesunken.

Das sind folglich sonnige Aussichten für Eigentümer von neu installierten Solaranlagen. "Bei einer guten Planung und erhöhtem Eigenverbrauch sind Renditen von fünf bis sechs Prozent möglich – mehr als jede Festgeldanlage derzeit bringt, und das ökologisch", sagt Carsten Tschamber vom Solar Cluster. Anfang 2006 kosteten schlüsselfertige Aufdach-Anlagen bis zehn Kilowatt installierter Leistung (kWp) im Durchschnitt um die 5.000 Euro pro kWp. 2014 seien es noch 1.640 Euro pro kWp gewesen. Jetzt betrage der durchschnittliche Preis sogar nur noch 1.490 Euro, so der Verein.

Zuschüsse für Batteriespeicher

Wer seinen Eigenverbrauchsanteil auf bis zu 60 Prozent erhöhen will, kann das mit Batterien tun. Gefördert werden die Solarstromspeicher entgegen ersten Ankündigungen nun doch weiter. Das KfW-Programm "Erneuerbare Energien – Speicher (275)" soll dieses Jahr in modifizierter Form fortgesetzt werden – bis 31. Dezember 2015 gab es hier zinsgünstige Kredite und einen Tilgungszuschuss von 30 Prozent. Die genaue Ausgestaltung des künftigen Förderprogramms ist derzeit in Vorbereitung.

Solare Batteriespeicher können seit diesem Jahr aber auch in den Programmen „Erneuerbare Energien (270, 274)" und „Energieeffizient Bauen (153)" mitfinanziert werden.