Solarstrom

Vergütung für Photovoltaik-Anlagen sinkt 2010

Wer sich im kommenden Jahr eine Solaranlage auf das Dach montiert, bekommt deutlich weniger Geld für seinen Strom. Je nach Anlage solle die Vergütung im Vergleich zum laufenden Jahr zwischen neun und elf Prozent sinken, wie die Bundesnetzagentur am Freitag in Bonn mitteilte.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn (afp/red) - Wie stark die Sätze von Jahr zu Jahr sinken, richtet sich laut Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) danach, wie viel neue Solar-Leistung zuletzt installiert wurde. Zwischen Oktober 2008 und September 2009 seien 2340 Megawatt neu installiert worden, teilte die Bundesnetzagentur mit. Ab einem Grenzwert von 1500 Megawatt sinkt die Vergütung besonders stark.

13 Milliarden Euro für dieses Jahr installierte Anlagen

Die Förderung der in diesem Jahr installierten Solaranlagen kostet die deutschen Verbraucher nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" in den kommenden 20 Jahrem rund 13 Milliarden Euro. Die "Welt" berichtet dies in ihrer Samstagsausgabe unter Berufung auf eigene Berechnungen auf der Grundlage der neuen Zahlen der Bundesnetzagentur.

Stromkunden zahlen für Solarstrom

Der Staat garantiert jedem, der sich eine Solaranlage auf das Dach montiert, für 20 Jahre eine Vergütung für den Strom, den er ins Stromnetz einspeist. Die Kosten tragen in der Regel alle Stromverbraucher, weil die Vergütung von den Versorgern auf den Strompreis aufgeschlagen werden. Solarstrom macht nach Branchenangaben bisher nur einen Anteil von 0,6 Prozent an der deutschen Stromproduktion aus.