Standpunkt

Vergleichsdaten: VIK sieht gewaltiges Kostensenkungspotenzial

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hat die von der Bundesnetzagentur kürzlich veröffentlichten Vergleichsdaten der deutschen Energieversorger ausgewertet und herausgefunden, dass, die Stromnetzkosten um 5000 Prozent und die Erdgasnetzkosten um 1500 Prozent variieren.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Gleichzeitig wiesen die Entgelte, die die Netznutzer zu zahlen haben, beim Strom Unterschiede von 150 Prozent und beim Erdgas von 500 Prozent auf. "Die Vermutung drängt sich auf: Hohe Kosten werden an die Kunden weitergegeben - die Vorteile niedriger Kosten dagegen nicht", lautet daher die Schlussfolgerung des VIK.

Das Ergebnis des verkürzt und anonym veröffentlichten Netzkostenvergleichs unterstreiche die VIK-Forderung nach mehr Transparenz, führt der Verband aus. Denn die veröffentlichten Zahlen zeigten ein gewaltiges Potential für Belastungssenkungen bei den Netzkunden.

"Auch der teuerste Strom- oder Gasnetzbetreiber wird mit seinen Netzentgelten seine Kosten decken. Deshalb: Machen die günstigen Netzbetreiber unverhältnismäßige Supergewinne? Jedenfalls spiegeln die Netzentgelte diese Kostendifferenzen auch nicht annähernd wider", fasst Dr. Alfred Richmann, Geschäftsführer des VIK, zusammen. Supergewinne zu Lasten der Energiekunden seien genauso wenig hinnehmbar wie gewaltige Ineffizienzen und damit riesige Kostenvolumen. "Das tatsächliche Potenzial für Netzentgeltsenkungen muss zu Gunsten der Netzkunden ganz schnell ausgeschöpft werden."