Heizenergie

Vergleich: Heizöl bleibt günstiger als Gas

Auch in Zeiten steigender Energiepreise hat sich laut Angaben des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung der Preisvorteil von Öl gegenüber Gas als Heizenergie stabilisiert. Besitzer älterer Anlagen sollten allerdings über eine Modernisierung nachdenken und sich kostenlos beraten lassen.

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Hamburg (red) - Heizöl hat sich trotz Verteuerung im Vergleich zu Erdgas im vergangenen Jahr erneut als der preisgünstigerer Wärmeenergieträger erwiesen. Während im Jahresdurchschnitt 2005 eine 3000-Liter-Partie Heizöl 1615 Euro kostete, mussten für die gleiche Wärmemenge Erdgas (33 540 Kilowattstunden) einschließlich Grundgebühr 102 Euro mehr, nämlich 1717 Euro bezahlt werden. Darauf wies jetzt das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) in Hamburg hin.

2004 sei der Preisabstand von Heizöl bei der gleichen Bezugsmenge mit durchschnittlich 302 Euro noch deutlicher ausgefallen. Dennoch bestätige auch das jüngste Vergleichsergebnis den seit über 25 Jahren anhaltenden Preisvorteil von Heizöl. Das derzeitige Energiepreisniveau sollte die Betreiber älterer Heizanlagen allerdings veranlassen, sich über den Nutzen einer Heizungsmodernisierung beraten zu lassen, empfiehlt das IWO. Denn je höher die Energiepreise, umso dringender - und lohnender - sei der Austausch einer veralteten, ineffizienten Heizung gegen eine moderne Öl-Brennwertanlage. Das bringe Einsparungen bei den Brennstoffkosten von bis zu 30 Prozent.

Bei Heizölpreisen um 60 Cent je Liter und einem bisherigen Verbrauch von 5000 Litern würde sich die neue Öl-Brennwertheizung in etwa neun Jahren amortisieren. Wobei die Ersparnis von Wartungs- und Reparaturkosten, die sonst gerade bei älteren Heizanlagen anfallen dürften, noch gar nicht berücksichtigt ist.