Rückzug

Verfahren um AKW Gundremmingen beendet

Das Kernkraftwerk in Gundremmingen hat seinen Antrag auf Erhöhung der Stromproduktion zurückgezogen. Zwölf Jahre lang war das Verfahren geführt worden. Die Abschaltung der beiden noch im Kraftwerk betriebenen Blöcke ist für die Jahre 2017 und 2021 vorgesehen.

AKW Gundremmingen© herculaneum79 / Fotolia.com

Gundremmingen (dpa/red) – Das Kraftwerk im schwäbischen Gundremmingen gibt seinen Antrag auf Produktionserweiterung auf. Grund sei "die Haltung der bayerischen Staatsregierung, die in der Leistungserhöhung für Kernkraftwerke ein falsches politisches Signal in Zeiten der Energiewende sieht", teilte das Kraftwerk am Dienstag mit. Eine Woche zuvor hatte sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ablehnend zu dem Antrag geäußert. Atomgegner hatten rund 27.000 Protestunterschriften gegen den Antrag gesammelt und als Petition dem Landtag übergeben.

Reaktorleistung sollte erhöht werden

Das AKW wollte die thermische Reaktorleistung erhöhen. Dies wäre ohne Änderung der Technik möglich gewesen, es wäre lediglich die Betriebsweise der beiden Atommeiler geändert worden. Laut dem Kraftwerk hätte dies keine Auswirkungen auf die Sicherheit gehabt.

Eon und RWE beteiligt

Gundremmingen gehört mehrheitlich dem Energiekonzern RWE, Eon ist ebenfalls beteiligt. Die beiden noch betriebenen Blöcke sollen in den Jahren 2017 und 2021 abgeschaltet werden.

Quelle: DPA