"Bedauerlich"

Verfahren gegen RWE: VIK kritisiert Kartellamt-Entscheidung

Der VIK, der die Interessen der industriellen Energiekunden vertritt, hält die Entscheidung des Bundeskartellamtes im Verfahren gegen RWE wegen der CO2-Einpreisung für "sehr bedauerlich". Die Schäden der von zu hohen Preisen betroffenen Kunden könnten so nicht ausgeglichen werden.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Essen (red) - Die jetzige Entscheidung widerspreche der "vorläufigen Einschätzung" des Amtes vom Dezember letzten Jahres, als die RWE-Strompreise als "vorläufig" als "missbräuchlich bzw. kartellrechtswidrig" bezeichnet wurden. Mit der aktuellen Entscheidung aber erfolge keine Kritik an der Marktmacht von RWE, auch die CO2-Sondergewinne blieben unangetastet, so der VIK.

Weiter kritisiert der Verband, dass die geplante Strom-Auktion voraussichtlich zu Preisen führen werde, die etwa auf dem Großhandelsniveau liegen, so dass die Versteigerung keine angemessene Alternative zum derzeitigen Großhandel sei. Der Auktions-Vorschlag könne die "Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Euro jährlich" bei den betroffenen Stromkunden nicht ausgleichen.