Steigender Absatz

Verbundnetz Gas AG verzeichnet Rekordgewinn für 2006

Die Leipziger Verbundnetz Gas AG (VNG) blickt auf das beste Geschäftsjahr ihrer Unternehmensgeschichte zurück. Das Erdgasunternehmen verbuchte 2006 Rekorde bei Gewinn, Umsatz und Absatz, wie VNG-Vorstandsvorsitzender Klaus-Ewald Holst am Mittwoch in Leipzig bei der Vorstellung der Bilanzzahlen sagte.

Netzausbau Ökostrom© Gina Sanders / Fotolia.com

Leipzig (ddp-lsc/sm) - Der Jahresüberschuss der VNG stieg auf 154,8 Millionen Euro, während er 2005 noch bei 93,7 Millionen Euro gelegen hatte. Der Umsatz wuchs im selben Zeitraum von 3,8 auf 5 Milliarden Euro und damit um 32 Prozent. Beim Gasabsatz legte VNG leicht auf 164,2 Milliarden Kilowattstunden zu. Das operative Betriebsergebnis lag bei 260,9 Millionen Euro (2005: 148,0 Millionen Euro).

Mitverantwortlich für die Rekordbilanz ist den Angaben zufolge der strenge Winter 2005/2006, der die Gasnachfrage deutlich steigen ließ, sowie gesunkene Importpreise seit vergangenen September. Die Dividende für die VNG-Aktionäre beträgt insgesamt 96 Millionen Euro beziehungsweise 0,75 Euro auf jede der 128 Millionen Stückaktien.

Die große Mehrzahl der VNG-Kunden waren erneut Stadtwerke und regionale Gasverteiler, die 2006 etwa 100 Milliarden Kilowattstunden Erdgas abnahmen. Mit Abstand zweitwichtigster VNG-Kunde war die Industrie mit 31,7 Kilowattstunden. Kraftwerke und Heizwerke kauften wie im Vorjahr 23,1 Kilowattstunden Gas.

Hautbezugsland für Gas war den Angaben zufolge erneut Russland, woher 44 Prozent der VNG-Importe stammten und damit etwas weniger als in den Vorjahren. Je 28 Prozent kamen 2006 aus Deutschland und Norwegen. Das skandinavische Land hat damit als Gaslieferant der VNG leicht an Bedeutung gewonnen.

Die VNG, die zu den fünf größten Erdgasunternehmen in Deutschland zählt, rechnet indes für das laufende Jahr mit einem schlechteren Ergebnis. Ein Grund hierfür sei das milde Wetter von Januar bis März 2007. So werde ein Überschuss zwischen 120 und 130 Millionen Euro erwartet, etwa so viel wie 2003 und 2004.

Zugleich wies Holst Medienberichte von dieser Woche als falsch zurück, wonach er sein Vorstandsmandat beim Oldenburger Energieversorger EWE aus Protest gegen dessen Investitionsvorhaben bei den Leipziger Stadtwerken zu Ungunsten von VNG niedergelegt haben soll. "Ich bin weiterhin Vorstand der EWE", stellte Holst klar.