Über 200 Wasserkraftwerke

Verbund-Aufsichtsrat stimmt "Wasserkraft-Ehe" zu

Grundsatzvereinbarung genehmigt: Wasserkraftunternehmen mit Europa-Dimension nimmt Gestalt an.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Der Aufsichtsrat des Verbund hat heute der Grundsatzvereinbarung zwischen der E.ON Energie und der Verbundgesellschaft zur Bildung der "European Hydro Power GmbH" (EHP) zugestimmt. Damit wurde ein wichtiger Schritt zur Schaffung des Wasserkraftunternehmens mit Europa-Dimension gesetzt.

Die Zahlen der EHP, in der die Wasserkraftwerke der Verbund-Austrian Hydro Power AG (AHP) und jene der E.ON Wasserkraft GmbH zusammengefasst werden, sprechen eine deutliche Sprache: Sie wird mehr als 200 Wasserkraftwerke mit einer Ausbauleistung von rund 9600 MW sowie einem Regelarbeitsvermögen von über 35.000 GWh verfügen und rund 2500 Mitarbeiter in Österreich und Deutschland beschäftigen. Als Sitz der EHP ist Salzburg vorgesehen, wo ungefähr 300 Mitarbeiter beschäftigt werden sollen.

In dem Unternehmen, das die Aktivitäten der beiden großen Produzenten von Strom aus umweltfreundlicher Wasserkraft bündelt, wird der Verbund, wie berichtet, mit einem Anteil von über 60 Prozent die Führungsrolle übernehmen.

Der Verbund ist der Ansicht, dass die grenzüberschreitende Wasserkraftgesellschaft "deutliche ökologische Vorteile" mit sich bringe, da sich fortan Strom aus Wasserkraft am liberalisierten europäischen Markt - auch gegenüber Atomstrom - besser behaupten könne.