"Bärendienst"

Verbraucherzentralen gegen übereilten Stromnetzverkauf

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen warnt vor einem übereilten Verkauf des Stromnetzes des Energiekonzerns E.ON. Entscheidend sei, "dass auch der neue Besitzer in Qualität und Ausbau der Netze investiert", so Verbandsvorstand Gerd Billen.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

Bremen (ddp/sm) - "Mit einem kurzfristigen Verkauf an Gazprom & Co. und ohne klare Kriterien erweisen wir dem Energiemarkt und den Kunden einen Bärendienst", sagte Billen dem Bremer "Kurier am Sonntag".

Die Bundesregierung sei jetzt gefordert, diese Zukunftschance zu ergreifen: "Wenn jetzt die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden, bedeutet dies am Ende mehr Qualität, mehr Wettbewerb und stabile Preise." Billen kritisierte die Warnungen des Chefs des Essener Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, vor drohenden Strom-Engpässen: "Ich halte die Äußerungen von Herrn Großmann für Panikmache. Das soll wohl davon ablenken, dass RWE in Sachen Kraftwerksbau und Netzerneuerung seine Hausaufgaben nicht gemacht hat."