Gezielt wechseln

Verbraucherzentrale: Stromkunden sollten weg von den Stromriesen

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat die Stromkunden zu einem Wechsel ihres Anbieters weg von den vier Großkonzernen aufgefordert. Einer aktuellen Umfrage unter knapp 500 Verbrauchern zufolge haben bereits 46 Prozent der Befragten ihren Stromanbieter gewechselt und dabei oft mehr als 50 Euro pro Jahr gespart.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Hannover (ddp-nrd/sm) - Ein Großteil der Kunden habe von einem der vier größten Stromanbieter zu einem anderen Versorger gewechselt. Die wichtigsten Gründe hierfür waren das jeweilige Einsparpotenzial und Protest gegen die steigenden Preise.

Die meisten Kunden haben laut Verbraucherzentrale die E.ON-Tochter "E wie einfach" und "TelDaFax" gewonnen. Ohne Einsparungen hätten zudem rund sechs Prozent der Befragten zu Ökostromanbietern gewechselt. Die Verbraucherschützer warnen allerdings davor, zu den Tochterunternehmen der großen Anbieter zu wechseln. Nur mit einem gezielten Wechsel zu unabhängigen Anbietern könne der Marktmacht der großen Energieversorger entgegengewirkt werden.

Bei einem Wechsel zu Ökostromanbietern sollten die Kunden der Verbraucherzentrale zufolge darauf achten, dass es sich um zertifizierte Versorger handelt. Mit Ökostrom werde nämlich oftmals getrickst, sagte eine Sprecherin der Verbraucherzentrale: "So wird zum Beispiel Atom- oder Kohlekraft als Ökostrom verkauft." Bei den Stadtwerken Uelzen werde hingegen aus Palmöl gewonnene Energie als Ökostrom verkauft. Die Gewinnung von Palmöl sei jedoch alles andere als ökologisch. Sie trage vielmehr einen Teil zur Zerstörung des tropischen Regenwaldes bei.