Finanzielle Anreize schaffen

Verbraucherzentrale schlägt Stromspar-Tarif vor

Mit einem Stromspar-Tarif sollen Stromkunden zu einem sparsameren Energieverbrauch motiviert werden, schläft die Verbrucherzentrale NRW vor. Kunden sollen ein Gratis-Kontingent an Kilowattstunden erhalten und keine Grundgebühr zahlen müssen, dafür ist der Arbeitspreis entsprechend höher.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Von dem Vorschlag der Verbraucherschützer sollen Hartz-IV-Empfänger, Geringverdiener und alle sonstigen Verbraucher gleichermaßen profitieren. Je weniger Strom die Kunden nach Ausschöpfung der freien Kilowattstunden verbrauchen, desto mehr zahlt sich der Stromspar-Tarif für sie aus, erklärt Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW.

Das Kombi-Modell zum Strom- und Geldsparen sieht vor, dass jedes Haushaltsmitglied von seinem Versorger 250 Kilowattstunden pro Jahr kostenlos erhält. Der zusätzliche Bedarf wird zu einem festen höheren Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde berechnet. Der jährliche Grundpreis entfällt. Das Modell belohne einen geringen Verbrauch, so Müller, denn der Strom-Spar-Tarif zahle sich nur für Kunden aus, die künftig weniger Energie benötigen.

Die Mehrkosten sollen über ein bundesweites Umlageverfahren auf die örtlichen Netzentgelte umgelegt und somit von allen Kunden erbracht werden.

Die Vorstellung des Stromtarifmodells sowie die Forderung nach ziel-gruppenspezifischen Beratungsangeboten zum Energieeinsparen, konkreter finanzieller Unterstützung bei der Beschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte und das Verbot von Stromsperren für einkommensschwache Haushalte gehören zum Vorschlagspaket der Verbraucherzentrale NRW, mit dem finanzielle Engpässe vieler Verbraucher aufgrund steigender Energiepreise wirksam bekämpft werden könnten.