Mit der Umsetzung beginnen

Verbraucherzentrale NRW fordert Maßnahmen zum Klimaschutz

Um die Ziele der Düsseldorfer Erklärung zu erreichen, fordert die Verbraucherzentrale NRW den Ausbau der energetischen Gebäudesanierung, Beschränkung von Klimafressern und Verbesserung der Verbraucherinformation. Den schönen Worten müssen auch die notwendigen Taten folgen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Die Düsseldorfer Erklärung zum Klimaschutz, die die Umweltminister­konferenz letzte Woche verabschiedet hat, greift wichtige Forderungen zum Klimaschutz auf. "Heute muss mit der Umsetzung begonnen wer­den, damit den schönen Worten die dringend notwendigen Taten folgen", so Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Insbesondere durch den Ausbau der Fördermittel für die energetische Gebäudesanierung sehe die Verbraucherzentrale erhebliches Poten­zial zur Senkung des Energieverbrauchs. Darüber hinaus sichert die Alt­bausanierung Arbeitsplätze und rechnet sich langfristig für die Verbrau­cher.

Um die deutsche Vorreiterrolle beim Klimaschutz ernst zu nehmen, dür­fen sich die Maßnahmen jedoch nicht auf die Ausschöpfung der techni­schen CO2-Einsparpotentiale beschränken. Die Verbraucherzentrale NRW fordert daher ein umfassendes Klimaschutzkonzept für NRW und den Bund. Neben der Umstellung der Energieversorgung sieht die Verbraucher­zentrale Beschränkungen von klimafressenden Haushaltsgeräten, Stand-by-Schaltungen, Glühlampen und Spritschluckern als einen Eck­punkt dieser Klimaschutzoffensive. "Der so genannte 'Top-Runner-Ansatz', nach dem innerhalb von drei Jahren alle Produkte den energieeffizientesten Standard erreichen müssen, ist dazu der richtige Weg", schlägt Klaus Müller vor.

Zudem seien die Verbraucherinformation über den Energie- und Kraftstoffverbrauch sowie die CO2-Emissionen vielfach unzureichend und werden von Industrie und Handel oft nur halbherzig umgesetzt. Eine Überarbeitung der Energieeffizienzklassen von Haushaltsgeräten ist nach Ansicht der Verbarucherzentrale überfällig. Künftig sollten auch Neuwagen mit einem CO2-Label ausgestattet werden, dass Infos über Sprit­verbrauch und CO2-Ausstoß gibt. Außerdem fordert die Verbraucherzentrale NRW, dass auch bei Flügen über den CO2-Ausstoß der Reise informiert werden muss.