Haushaltsgeräte

Verbraucherzentrale fordert verbesserte Verbrauchskennzeichnung

Exakte Angaben zum Energieverbrauch suchen Kunden beim Kauf von Waschmaschinen oder Geschirrspülern oft immer noch ver­gebens, da viele Händler die gesetzlich vorgeschriebene Energiekenn­zeich­nung von Haushaltsgeräten ignorieren oder nur schlecht umsetzen, so die Verbraucherzentrale NRW.

Strompreise© Gina Sanders / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - Dies ist das Fazit eines Checks, den die Verbraucherzent­rale in Fachge­schäften und bei Katalog- und Internetan­bietern durchgeführt hat. Die farbigen Aufkleber sollen Käufern helfen, die Stromsparer unter den Haushaltsgeräten "auf einen Blick zu erkennen". Ein schwar­zer Pfeil markiert einen von sieben grün-gelb-roten Balken mit den Buch­sta­ben von A bis G. Während Klasse A für einen Stromsparer grünes Licht anzeigt, schaltet die Klasse G bei Energieverschwendern auf rot.

Bei dem Check zeigte sich, dass bei rund 16 Prozent der untersuchten Läden die Etiketten auf den Geräten zwar vorhanden, aller­dings nicht wie vor­geschrieben außen deut­lich sichtbar angebracht waren. Bei einem Fünftel fehlten Label oder der Daten­streifen mit den technischen Geräteangaben komplett. Dass zwei Drittel der Ware im Geschäft ordnungsgemäß gekenn­zeichnet war, können die großen Elektrofachmärkte (96,2 Prozent Befolgung) und Elektrofachge­schäfte (73,2 Prozent) als Plus verbuchen. Bei ihnen hatten die Tester nur wenig zu bean­standen. Mit 41 Prozent hinkten Einrich­tungs­häuser bei der exakten Kennzeichnung deutlich hinterher. Und nur ein mat­tes Ergebnis (24,7 Prozent) brachte der Blick in Küchenstudios. Ein unter­schiedliches Gefälle auch beim Fernabsatz: Die Katalogwaren von drei zentralen Anbie­tern waren zu 91,8 Prozent vollständig und korrekt mit Energieverbrauchs­angaben versehen; die Angebote im Internet (acht Händler) dagegen nur zu 62,3 Prozent.

Sämtliche Händler wurden auf die Mängel hingewiesen und um entspre­chende Nachbesserung bzw. Korrektur gebeten. Drei Einzel- und zwei Inter­nethändler seien der Aufforderung nicht nachgekommen und wurden von der Verbrau­cher­zentrale NRW erfolgreich abgemahnt.