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Verbraucherzentrale begrüßt Einigung mit E.ON über Gaspreissenkung

Die Verbraucherzentrale (VZ) Thüringen hat die Einigung mit der E.ON Thüringer Energie AG über die Senkung der Gaspreise begrüßt. Die Senkung um fünf Cent pro Kilowattstunde in den Standardtarifen ab 1. März entspreche immerhin rund acht Prozent und mache bis zu 150 Euro pro Jahr aus.

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Erfurt (ddp-lth/sm) - Die VZ werde die angedrohte Sammelklage nun nicht weiter verfolgen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Verbraucherzentrale, Christian Gumprecht, am Montag in Erfurt.

Der stellvertretende VZ-Vorstandschef Thomas Damm erklärte, Ziel der fast einjährigen Verhandlungen sei eine höchst mögliche Transparenz der Preisgestaltung und "ein schnelles und greifbares Ergebnis im Interesse der Verbraucher» gewesen. Das sei erreicht worden. "Wir haben mindestens den Spatz in der Hand, vielleicht sogar die Taube", fügte Damm mit Blick auf das Prozessrisiko hinzu. Schließlich könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Bundesgerichtshof die Versorger nicht zur Offenlegung ihrer Kalkulationen verpflichtet.

Bei den Verhandlungen hatte E.ON freiwillig die Kalkulation eines Tarifes offen gelegt. Zudem seien die Kalkulationen von unabhängigen Wirtschaftsprüfern begutachtet worden. Allerdings sei das Ergebnis verschieden interpretierbar gewesen, sagte Damm. Insofern könne man mit der jetzt erzielten Vereinbarung zufrieden sein, zumal bei einer Klage eine Entscheidung erst in mehreren Jahren zu erwarten gewesen wäre.

E.ON Thüringer Energie AG und die Verbraucherzentrale Thüringen hatten Ende Januar trotz Uneinigkeit über die Angemessenheit der Gaspreiserhöhungen von Ende 2005 vereinbart, dass der Versorger die Preise um fünf Cent pro Kilowattstunde in den Standardtarifen und um etwa 0,2 Prozent in den Sonderprodukten senkt. Zudem sollen diese Preise bis Ende 2007 nicht mehr verändert werden.