16 Prozent Luft

Verbraucherverband: Keine Erdgas-Preiserhöhungen notwendig

Der Bund der Energieverbraucher sieht derzeit keinerlei Grund für weitere Gaspreiserhöhungen und hält an seiner Aufforderung an Verbraucher fest, diese mit dem Verweis auf Paragraph 315 BGB wegen Unbilligkeit nicht zu zahlen. Seinen Berechnungen zufolge sind trotz hoher Importpreise noch immer 16 Prozent Luft.

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Rheinbreitenbach (red) - Der Bund der Energieverbraucher hält derzeit keine Preiserhöhungen bei Erdgas für angemessen und begründbar. Er widerspricht damit der Ankündigung von E.ON, die gestern eine weitere Gaspreiserhöhung wegen teurer Importe ankündigte.

"Zwar erhöhen sich derzeit die Importpreise. Jedoch ist in den Gaspreisen bundesweit noch 16 Prozent Luft drin. Um diesen Prozentsatz haben sich zwischen April 1997 und April 2005 die Gaspreise für Haushalte stärker erhöht, als Importpreise, Inflation und höhere Steuern zusammengenommen", argumentierte der Vorsitzende des Bundes der Energieverbraucher, Dr. Aribert Peters.

Mit diesem Luftpolster könnten Importpreissteigerungen von fast 50 Prozent gegenüber April 2005 aufgefangen werden, weil die Einkaufspreise nur ein Drittel des Haushaltspreises ausmachten, erläuterte Peters weiter. Sollten die Gasversorger vorher die Preise erhöhen, so diene das nur der Gewinnsteigerung und sollte von Verbrauchern deshalb nicht bezahlt werden.

Ein Musterschreiben zur Verweigerung der Gaspreiserhöhung finden Sie hier zum Download.