Oft nicht empfehlenswert

Verbraucherschützer warnen vor Billigstromanbietern

Verbraucherschützer warnen vor den Praktiken zahlreicher Billigstromanbieter. Nicht jeder günstige Anbieter sei empfehlenswert. "Man sollte sich genau ansehen, von wem man seinen Strom bezieht", rät der Bund der Energieverbraucher. Oft würden Kunden mit Billigangeboten gelockt und dann im Stich gelassen.

Netzausbau© Thomas Aumann / Fotolia.com

Unkel (ddp/sm) - Besonders eindringlich warnt der Verband vor dem Kauf von Strompaketen und Vorkassemodellen. Im Fall einer Insolvenz sei das Geld weg. Oft funktioniere das Modell zudem nach dem Schneeballsystem.

Die Gefahr ist den Angaben zufolge groß, dass mit Dumpingpreisen Kunden erst gelockt und dann im Stich gelassen werden. Zudem seien Billiganbieter längst nicht immer die günstigsten Versorger. Vor einem Wechsel sollte zunächst der örtliche Anbieter nach dem günstigsten Angebot gefragt werden, was keineswegs der Grundtarif sei. Die Verbraucherschützer warnen auch vor einem Bezug von Strom von Anbietern, die nicht zugleich auch Netzbetreiber sind.

Grundsätzlich hält der Verband die Strompreise in Deutschland weiter für deutlich überteuert und rät, überteuerte Stromtarife des örtlichen Versorgers nach schriftlicher Ankündigung zu kürzen. Für geringere Preise und mehr Wettbewerb müsse das Kartellrecht und die Netzregulierung verschärft werden. Die Bundesregierung sei hier aber auf dem richtigen Weg.