Spielräume vorhanden

Verbraucherschützer: Stromkunden könnten um Milliarden entlastet werden

Spielraum für Entlastungen der Energieverbraucher in Milliardenhöhe sieht der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Indem die Marktmacht der Energieriesen beschränkt und die Solarförderung gekürzt würde, können die Stromkunden um Milliarden entlastet werden.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München/Essen/Düsseldorf (ddp-nrw/red) - Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" vorab berichtet, fordert der Verband in einem Positionspapier für die Koalitionsverhandlungen die Bundesregierung zu Reformen auf. "Wenn man den gesamten Energiemarkt auf Wettbewerb trimmt, sind einige Milliarden Euro Entlastung jährlich möglich", schrieb Verbandsexperte Holger Krawinkel.

Branchenführer im Strommarkt entmachten

Allein die Kürzung der Solarförderung um 30 Prozent brächte eine Entlastung der Stromkunden um 500 bis 750 Millionen Euro pro Jahr. Dazu gehöre auch, "dass die Regierung die beiden Branchenführer E.ON und RWE in ihrer Marktmacht beschränkt". Sie sollten nur noch je maximal 15 Prozent des gesamten Stroms in Deutschlands produzieren dürfen. Im Zweifelsfall müssten sie zur Abgabe von Kraftwerkskapazität gezwungen werden, forderte Krawinkel.

Stromvergleich zeigt Sparpotenzial

Trotz des hohen Strompreisniveaus können Verbraucher mit einem Strompreisvergleich und einem Wechsel zum günstigsten Anbieter ihre Striomrechnung spürbar senken. Mit dem Wechsel zu alternativen Anbietern wird zudem auch der Wettbewerb im Strommarkt gestärkt, was langfristig zu sinkenden Preisen führen wird.

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