Strom-News
DiskrepanzDie Strompreise müssten nach Ansicht von Verbraucherschützern derzeit eigentlich sinken. An der Strombörse in Leipzig seien die Großhandelspreise für Strom seit 2009 im Schnitt um 40 Prozent gesunken. Bei den Verbrauchern müsste eigentlich eine deutliche Preissenkung ankommen.
Berlin (afp/red) - Das sagte der Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Holger Krawinkel, der "Bild"-Zeitung von Dienstag. "Der Wettbewerb funktioniert nicht. Strom hätte schon längst billiger werden müssen."
Das Verbraucherportal Verivox errechnete der Zeitung zufolge, dass Stromkunden seit Jahresbeginn aufgrund von Preiserhöhungen im Schnitt sechs Prozent mehr für ihren Strom zahlen müssen. Krawinkel zufolge müssten bei einem funktionierenden Wettbewerb allerdings bis Jahresende Preissenkungen von mindestens zehn Prozent bei den Verbrauchern ankommen.
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Zahlreiche Verbraucher müssen künftig für Strom tiefer in die Tasche greifen. Wie das Verbraucherportal Verivox am Montag in Heidelberg mitteilte, erhöhen im März bundesweit 51 Anbieter ihre Strompreise um durchschnittlich 5,8 Prozent. Preissenkungen gibt es hingegen kaum.
Ein Sprecher des Verbraucherportals Verivox hat in einem Interview darauf hingewiesen, dass zum 1. März bundesweit über 40 Stromanbieter ihre Preise anziehen, und zwar im Schnitt um sechs Prozent. Zum April kämen noch weitere Erhöhungen hinzu.
Die Stadtwerke Leipzig senken die Strompreise. Ab 1. April müssten Kunden im Grundversorgungs-Tarif rund 5,3 Prozent weniger zahlen, teilte der Stromanbieter am Dienstag mit. Zurückzuführen sei die Preissenkung auf eine Entscheidung der Netzagentur.
Mehrere Töchter des Energiekonzerns E.ON erhöhen ab Mai ihre Strompreise. Davon betroffen ist neben dem Norden auch der Süden Deutschlands. In Thürigen will der Stromanbieter indes die Preise bis Ende des Jahres stabil halten.
Da die Strompreise an den Strombörsen stark schwanken, lohnt es sich für Verbraucher, Strompreise zu vergleichen und den Stromversorger zu wechseln. Denn die Unterschiede bei den Strompreisen seien noch nie so groß gewesen wie 2010, so der baden-württembergische Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, Peter Hauk MdL.Strompreise vergleichen
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