Einsparungen

Verbraucherschützer raten zu Solaranlagen

Der Einsatz einer Solaranlage verbessert nicht nur die Energiebilanz eines Hauses erheblich und wirkt sich damit positiv auf den Energiepass aus, sondern schont auch das Haushaltsbudget: Denn allein eine Solaranlage zur Wassererwärmung kann 60 Prozent des jährlichen Bedarfs an Warmwasser decken.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Erfurt (ddp/sm) - Die derzeit besonders spürbare Kraft der Sonne kann auch sehr gut im Haushalt genutzt werden. Die einfachste und effizienteste Maßnahme ist laut Verbraucher-Zentrale Thüringen in Erfurt die Erwärmung des täglichen Warmwassers, das zur Körperhygiene, aber auch zur Einspeisung in Waschmaschine oder Geschirrspüler genutzt wird. Den Experten zufolge kann eine solche Solaranlage fast 60 Prozent des jährlich anfallenden Bedarfs an Warmwasser decken.

Mit Blick auf den 2006 Pflicht werdenden Energiepass für Gebäude verbessert der Einsatz einer Solaranlage die Energiebilanz erheblich und trägt zu einer positiveren Gesamtbeurteilung des Objektes bei, betont die Verbraucherzentrale. Im Neubau sollte daher die thermische Solaranlage ein Standardbauteil sein. Auch bei der Modernisierung lasse sich die Technik gut integrieren. Steht die Erneuerung der Heizungsanlage an, so sei für einen passablen Aufpreis die Realisierung der Solaranlage oftmals möglich und sinnvoll. Auch die Nachrüstung von Heizungsanlagen sei möglich.

Seit 1. Juli werden Verbraucher beim Einbau einer kombinierten thermischen Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung mit einem erhöhten staatlichen Zuschuss von 135 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche belohnt. Bei einer Standardanlage für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt können so laut Verbraucher-Zentrale rund 1350 bis 2000 Euro Förderung in Anspruch genommen werden. Dabei seien je nach Ölpreis Einsparungen bei den Heizkosten von 350 bis 450 Euro zu erzielen.