Nicht völlig verweigern

Verbraucherschützer: Erhöhte Strompreise nur unter Vorbehalt zahlen

Der Energierechtsexperte Franz Jürgen Säcker von der Freien Universität Berlin empfiehlt von Strompreiserhöhungen betroffenen Verbrauchern in "Focus Money", vom Versorger zunächst eine Begründung zu verlangen. Von einer völligen Zahlungsverweigerung rät der Professor jedoch ab.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

München (ddp/sm) - Verbraucher müssen die zum 1. Januar geplanten Strompreiserhöhungen nicht tatenlos hinnehmen. "Wer eine höhere Rechnung von seinem Energieversorger bekommt, sollte zunächst eine genaue Begründung verlangen", sagte Energierechtsexperte Franz Jürgen Säcker von der Freien Universität Berlin dem Wirtschaftsmagazin "Focus-Money".

Wie das Magazin heute vorab meldete, unterliegen Preisänderungen einer allgemeinen Billigkeitskontrolle. Unternehmen müssten die Angemessenheit des neuen Preises zunächst staatlich genehmigen lassen.

Bleibe der Versorger unnachgiebig, sollten Kunden den neuen Preis nur "unter Vorbehalt" zahlen. Sie könnten so von einem möglichen Musterprozess profitieren. Von völliger Zahlungsverweigerung rät Professor Säcker jedoch ab: "Sonst knipst das Unternehmen den Strom ab - ganz legal."

Lesen Sie dazu auch: Dürfen Verbraucher Preiserhöhungen wegen Unbilligkeit nicht zahlen?