Statistik

Verbraucherpreise weniger stark gestiegen als erwartet

Die deutschen Verbraucherpreise sind im Oktober nach endgültigen Berechnungen weniger stark gestiegen als zunächst erwartet. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, wirkte sich dabei besonders der niedrige Ölpreis auf den schwächeren Anstieg aus.

Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Wiesbaden (ddp/sm) - Nach Angaben der Statistiker erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent. Vorläufig waren von der Behörde am 25. Oktober Raten von 0,2 Prozent beziehungsweise 1,2 Prozent genannt worden.

Im September hatte die Teuerung im Vergleich zum Vorjahresmonat 1,0 Prozent betragen und damit einen Jahrestiefststand erreicht, im August hatte sie sich auf 1,7 Prozent belaufen. Die Teuerungen im Vergleich zum Vormonat hatten minus 0,4 beziehungsweise minus 0,1 Prozent betragen.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland erhöhte sich den Angaben zufolge im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,1 Prozent. Auch hier korrigierten die Statistiker ihre vorläufigen Ergebnisse um jeweils 0,1 Prozentpunkte nach unten.

Einen dämpfenden Einfluss auf die Jahresrate hatten nach Angaben der Statistikbehörde Mineralölprodukte. Ohne ihre Einbeziehung hätte die Teuerungsrate im Oktober bei 1,6 Prozent gelegen. Im Jahresvergleich sanken sowohl die Preise für leichtes Heizöl (minus 7,3 Prozent) als auch für Kraftstoffe (minus 7,8 Prozent). Dagegen stiegen die Preise für andere Haushaltsenergien binnen Jahresfrist weiterhin an: Gas verteuerte sich gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich um 14,4 Prozent, die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme um 8,9 Prozent und Strom um 4,0 Prozent.

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