Unverändert zum Vormonat

Verbraucherpreise im Oktober teurer als im Vorjahr

Die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland ist im Oktober 2002 gegenüber Oktober 2001 um 1,3 Prozent teurer geworden. Im Vergleich zum Vormonat ist der Index jedoch unverändert. Ohne Mineralölerzeugnisse hätte die Inflationsrate 0,9 Prozent betragen. Die Preise für Haushaltsenergie waren hingegen rückläufig.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte in Deutschland ist im Oktober 2002 gegenüber Oktober 2001 um 1,3 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, blieb der Index gegenüber dem Vormonat unverändert. Im August 2002 hatte die Jahresteuerungsrate 1,1 Prozent betragen, im September 2002 lag sie bei einem Prozent.

Ohne Mineralölerzeugnisse hätte die Inflationsrate 0,9 Prozent betragen. Leichtes Heizöl war im Oktober 2002 günstiger als vor Jahresfrist (minus 1 Prozent, Kraftstoffe - die ein weitaus größeres Gewicht im Warenkorb haben - verteuerten sich dagegen sehr deutlich (plus 10,4 Prozent). Im Vergleich zum Vormonat stiegen sowohl die Preise für leichtes Heizöl (plus 2,4 Prozent) als auch die Kraftstoffpreise (plus 0,6 Prozent). Rückläufig waren die Preise für Haushaltsenergie (minus 1,8 Prozent im Vorjahresvergleich), im Monatsvergleich ergab sich ein geringfügiger Anstieg um 0,2 Prozent. Insbesondere sanken im Oktober 2002 die Preise der Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme binnen Jahresfrist um 8,7 Prozent und die Preise für die Gas um 4,9 Prozent.

Für das frühere Bundesgebiet ergab sich im Oktober 2002 im Vergleich zum Oktober 2001 eine Preissteigerungsrate von 1,4 Prozent. Im Vergleich zum September 2002 veränderte sich der Index nicht. Für die neuen Länder und Berlin-Ost lag die Teuerungsrate gegenüber Oktober 2001 bei 0,8 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sank der Index um 0,2 Prozent. Die unterschiedliche Entwicklung ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die ostdeutschen Haushalte wegen der höheren Verbrauchsbedeutung dieser Güter in den neuen Ländern von den Preisrückgängen bei Nahrungsmitteln und Haushaltsenergie stärker profitieren als die westdeutschen Haushalte.