Steigende Preise

Verbrauchern droht teurer Heiz-Winter

Die gestiegenen Energiepreise werden die Heizkosten im kommenden Winterhalbjahr stark nach oben treiben. Durch die hohen Energiekosten können laut Ulrich Ropertz, Sprecher des Deutschen Mieterbunds, die Heizkosten für eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung im Winter um mehr als 150 Euro steigen.

Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Hamburg (ddp/sm) - Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge sei die typische Jahresabrechnung von Heizöl-Abnehmern bereits jetzt von 1656 Euro auf 2172 Euro gestiegen. Das seien 516 Euro beziehungsweise 31 Prozent mehr. Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Claudia Kemfert erklärte: "Die Preise könnten diesen Winter noch einmal um mindestens 10 Prozent steigen."

Im laufenden Jahr sind die Gaspreise zwar weitestgehend stabil geblieben, doch derzeit bekommen viele Kunden Briefe vom Versorger: "Da der Erdgas-Preis an den Ölpreis gekoppelt ist und dieser seit Monaten steigt, wird nun eine Preisanhebung für Erdgas zum 1. Januar notwendig."

Auch beim Erdgas sei eine weitere Preiswelle zu erwarten. Der Bundesverband der Energieabnehmer rechnet aufgrund der Kopplung an den Ölpreis im Jahresverlauf 2008 mit erheblichen Preiserhöhungen von insgesamt 10 bis 20 Prozent. Das würde dem Bericht zufolge bedeuten, dass die typische Jahresrechnung für einen Vier-Personen-Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Verbrauch von 1289 Euro auf 1418 bis 1547 Euro steigt.

Der Verband geht auch von einer weiteren Verteuerung von Strom aus und beziffert die Größenordnung des Preisanstiegs im kommenden Jahr mit sechs bis zehn Prozent.