Umweltfreundlich

Verbraucherinitiative NRW rät zum Umstieg auf Energiesparlampen

Die herkömmliche Glühbirne produziert in erster Linie Wärme, nur etwa fünf Prozent des benutzten Stroms werden tatsächlich in Licht umgewandelt. Energiesparlampen dagegen leuchten viel heller als Glühbirnen mit gleicher Wattzahl und benötigen dafür nur ein Fünftel des Stroms, so die Verbraucherzentrale NRW.

Netzausbau© Günter Menzl / Fotolia.com

Bislang greifen Verbraucher nur zögerlich zu Energiesparlampen. Denn eine mit der 60-Watt-Glühbirne vergleichbare 11-Watt-Energiesparleuchte kann bis zu elf Euro kosten. Damit ist sie zwar deutlich teurer als herkömmliche Glühbirnen, braucht aber bei gleicher Lichtausbeute circa 80 Prozent weniger Strom und hält zehn Mal so lange, informiert die Verbaucherzentrale. Durch ihre längere Lebensdauer könne bereits eine Energiesparvariante für ein Plus von rund 80 Euro in der Haushaltskasse sorgen. Und schon nach 2.000 Betriebsstunden zahlt sie sich aus. Bei der Auswahl sollte man sich jedoch nicht von Billig-Angeboten blenden lassen. Ein aktueller Preis- und Qualitätsvergleich ist im Januar-Testheft der Stiftung Warentest abgedruckt.

Weit verbreitet ist das Vorurteil, dass Energiesparlampen beim Anschalten mehr Strom verbrauchen als in einer Stunde Betrieb. Und dass sie bei häufigem An- und Ausschalten schnell kaputt gehen. Richtig ist jedoch, dass die moderne, auf Haltbarkeit ausgelegte Konstruktion von Energiesparleuchten das An- und Ausschalten durchaus gut verträgt – vor allem wenn ein elektronisches Vorschaltgerät mit im Spiel ist und zwei Minuten zwischen An- und Ausschalten vergehen. Auch beim Starten sind sie keineswegs Energieverschwender, so die Verbraucherzentrale. Vielfach wurden Kompakt-Leuchtstofflampen bislang wegen ihres kalt wirkenden Lichts links liegen gelassen. Inzwischen haben technische Weiterentwicklungen bewirkt, dass sich die Lichtfarbe der leuchtenden Energiesparer kaum noch von der Leuchtkraft konventioneller Birnen unterscheidet.

Haben Energiesparlampen ausgedient, gehören sie nicht in den Hausmüll, da sie geringe Mengen an Quecksilber enthalten. Wie alle Leuchtstofflampen gehören sie als Sondermüll zum Recycling oder ins Fachgeschäft zurück. Wer dies versäumt, riskiert ein Bußgeld. Denn seit März 2006 müssen Energiesparlampen ordnungsgemäß entsorgt werden.

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