Umweltfreundliche Energie

Verbraucher wollen Ökostrom - aber nicht mehr dafür zahlen

Die meisten Stromkunden in Deutschland wollen Ökostrom beziehen, doch dafür mehr bezahlen würde nur etwa die Hälfte, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Dabei ist Ökostrom manchmal sogar billiger als der Grundversorgungstarif - und der Wechsel ist ohnehin ganz einfach.

Stromtarife© Andre Bonn / Fotolia.com

München (afp/red) - Einer großen Mehrheit der deutschen Kunden ist es wichtig, ihren Strom aus umweltschonenden Energiequellen zu beziehen. 92 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu, wie eine von TNS Infratest veröffentlichte Studie ergab. Trotz des hohen Stellenwerts des energieeffizienten Handelns und einer ökologischen Orientierung sind demnach aber nur 56 Prozent der Befragten bereit, für Ökostrom etwas mehr zu bezahlen.

Ökostrom muss nicht teurer sein

Dabei muss Ökostrom garnicht unbedingt teurer sein als herkömmliche Stromtarife. Da viele Verbraucher noch nie ihren Stromtarif gewechselt haben und noch nach dem meist teuren Grundversorgungstarif beliefert werden, lässt sich mit einem Wechsel zu Ökostrom oft Geld sparen. Auch die Stiftung Warentest hat in einem Vergleich herausgefunden, dass Ökostrom nicht teurer sein muss.

Auch im Vergleich mit den günstigsten Stromtarifen ist Ökostrom oft nur unwesentlich teurer. So bekommt man teilweise Strom aus erneuerbaren Energiequellen für nur drei Euro mehr im Monat - weniger als eine Schachtel Zigarretten kostet. Allerdings sollten Verbraucher bei Ökostrom-Tarifen genauer hinschauen, denn nicht jeder Tarif, der sich so nennt, nützt der Umwelt.

Stromsparen als wichtiger Beitrag zum Umweltschutz

Die Möglichkeiten zum energiesparenden Handeln im eigenen Privathaushalt, etwa durch die Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte, stoßen der Studie zufolge bei den etwa tausend Befragten auf breite Akzeptanz. 96 Prozent sehen demnach das Stromsparen als wichtigen Beitrag zum Umweltschutz an.

Mehr als 90 Prozent der Hauseigentümer nutzen schon Einsparmaßnahmen wie das Isolieren von Heizungsrohren, der Einbau von Wärmeschutzfenstern oder eine Dachdämmung. Dagegen würden aufwendigere Investitionen in energieeffiziente Heizungssysteme und Energiegewinnungsanlagen noch nicht von der breiten Masse getätigt, heißt es in der Studie.

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