Strom-News
Sorge ums KlimaKlimaschutz ja, aber nicht um jeden Preis. Einer aktuellen Studie zufolge wollen viele Verbraucher grüne Energie, zögern aber aufgrund der höheren Preise, in einen Öko-Tarif zu wechseln. Zudem wird das geringe Angebot und unzureichende Informationen beklagt.
Kronberg (sm) – Ungeachtet der Finanz- und Wirtschaftskrise sorgt sich die große Mehrheit der Deutschen (82 Prozent) weiterhin um den Klimawandel. Mehr als zwei Drittel (72 Prozent) haben außerdem Angst, dass die Erderwärmung auch zu einer persönlichen Bedrohung werden könnte. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Beratungsunternehmens Accenture hervor, für die in Deutschland rund 500 Personen befragt wurden.
Noch vor einem Jahr hatte sich in der ersten Klimaschutz-Verbraucherstudie von Accenture die 89 Prozent der Deutschen dafür ausgesprochen, einen persönlichen Beitrag für die Senkung des CO2-Ausstoßes zu leisten und zu einem umweltfreundlichen Energieversorger zu wechseln. Doch die Realität sieht anders aus: Nur jeder fünfte Verbraucher, der seinen Energieversorger gewechselt hat, hat einen grünen Anbieter mit klimafreundlichen Produkten ausgewählt.
Als Gründe für das Zögern der deutschen Verbraucher, in einen Öko-Tarif zu wechseln, nennen in der Accenture-Studie 83 Prozent der Befragten die höheren Preise für erneuerbare Energie, zu wenig Informationen über alternative Energieprodukte (73 Prozent) und einen Mangel an grünen Angeboten (68 Prozent) seitens der Versorger.
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Das Land Hessen hat die Stromversorgung von rund 170 Landesliegenschaften zum 1. Januar 2009 auf Ökostrom umgestellt. "Damit ersparen wir den Ausstoß von jährlich 70.000 Tonnen Kohlendioxid", erklärte Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden.
Die Gruppierungen BUND und Weed haben in einem offenen Brief vom Berliner Senat eine Vorsorgung aller öffentlichen Einrichtungen mit Ökostrom gefordert. Anlass sei die noch im Januar zu erstellende Ausschreibung des Stromliefervertrages aller öffentlichen Einrichtungen Berlins für die Jahre 2010 bis 2012.
Zu Jahresbeginn hat die Deutsche Post ihre Stromversorgung nahezu vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete vorab, für alle 115 Brief- und Paketzentren und alle übrigen deutschen Immobilien seien neue Stromlieferverträge in Kraft getreten.
82 Prozent des derzeitigen Stromverbrauchs in Sachsen können laut einer von den Grünen in Auftrag gegebenen Expertstudie bis 2020 aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. Auch die vollständige Umstellung der Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien sei möglich.
Der Wiesbadener Energieversorger ESWE bietet künftig sein Naturstromprodukt Garant bundesweit an. Durch eine Kooperation mit der Facheinzelhändler-Verbundgruppe telering möchte der Versorger seinen Ökostromtarif sozusagen beim "Händler um die Ecke" anbieten.Strompreise vergleichen
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